Trondheim 

Heute zieht es uns in die große Stadt nach Trondheim. Wir machen einen Tagesausflug von unserem Domizil auf Valsøya. Die Insel liegt am Ausgang des Volsøyfjords zwischen Kristiansund und Trondheim. Hier ganz in der Nähe verbrachte Free Willy, der Orca Keiko, seine letzten Monate in Freiheit, bevor er in die ewigen Walgründe schwamm. 

Bis in die große Stadt ist es ein gutes Stück. Landstraße fahren in Norwegen bedarf der Geduld. Üblich ist Tempo 80, hier auf der E39 ist abschnittsweise Tempo 90 zugelassen, vielleicht insgesamt 4 Kilometer am Stück in der Nähe von Trondheim sogar Tempo 100! Wir trauten unseren Augen gar nicht, aber bis wir es realisiert hatten, war es auch schon wieder vorbei. Zum Glück, denn bei Orkanger mampfen zwei Elche seelenruhig neben der Straße. 

An 200 Tagen im Jahr gibt es Niederschlag in Trondheim. Die armen Trønder. Doch weil wir heute hier sind, scheint natürlich die Sonne ☀️ endlich mal keine 9°C mehr, sondern immerhin 17°C. Das ist ordentliches Urlaubswetter, um auf den Spuren von Norwegens St. Olav zu wandeln. Ziel einer jeden Pilgerreise ist der eindrucksvolle Nidarosdom. Toll in der Sonne liegt heute auch das alte rote Waisenhuset nebenan. Über die Alte Stadtbrücke Gamle bybro laufen wir die Nidelva. Hier stehen auch die bunten Speicherhäuser am Wasser. Die Innenstadt ist nett, aber auf der anderen Seite der Nidelva gefällt es uns besser. Hier gibt es viele hübsche, bunte kleine Holzhäuser. 

Der Aufstieg hoch zur Festung Kristiansten lohnt sich für einen tollen Blick über die Stand und den Fjord. Zurück laufen wir ausgiebig durch Pappenheim und Nyhavna. Hier lässt es sich sehr schön schlendern und die Sonne genießen. Viel ist nicht los. Zum Abschluss schauen wir bei Stiftsgården, der königlichen Residenz in Trondheim vorbei. Es handelt sich dabei sogar um das größte Holzpalais Europas. 

Parkgebühren zahlen, tief durchatmen, sich zwingen, nicht in Euro umzurechnen und wenig später den Benzinpreis sehr gern umrechnen und darüber freuen, dass wir hervorragend gespart haben. Abendessen gibt es heute in der Spnne. Es ist immer noch schön angenehm und wir laufen noch bis zur Westspitze der Insel. 

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