Kopenhagen 2

Unseren zweiten Kopenhagen-Tag starten wir wieder mit einer langen Gassirunde. Südöstlich von uns liegen die Stevns Klint, Steilklippen, die den südlichen Ausgang des Öresund auf dänischer Seite begrenzen. Sie sind gewiss nicht die höchsten Kreidefelsen, aber immerhin Weltnaturerbe. Es gibt einen sehr schönen Küstentrampelpfad, einen Leuchtturm, eine alte Kirche und auch Zugang zum Strand. Besonders die Højerup Gamle Kirke direkt an der Klippe ist malerisch. Die Sicht ist heute sehr gut. Wir sehen in der Ferne die schwedische Küstenlinie und auch die Öresund-Brücke. 

Nach dem Mittagessen nehmen wir den Zug in die Stadt. Gestern haben wir die Tickets noch am Automaten geholt. Aber wenn man über die App der DSB bucht, ist es mit 5,50€ für eine Einzelfahrt deutlich günstiger und ein echt fairer Preis. Unsere Bootstour hatte uns gestern schon sehr gut gefallen. Heute wartet eine Food-Tour auf uns. Bis es soweit ist, vertreiben wir uns die Zeit mit einem Spaziergang nach Christianshavn und zur Freistadt Christiania. Wir verlassen den Schildern nach die EU. Christiania ist eine autonome Gemeinde, geduldet von der Regierung. Es ist der Gegenentwurf zur ursprünglich militärischen Nutzung des Geländes und zum knappen und teuren Wohnraum in der Stadt. Aber es ist auch eine der bekanntesten Touri-Attraktionen. Schön bunt, Hippie-Style und definitiv anders. 

Völliges Kontrastprogramm erleben wir zunächst auf unserer Food-Tour. Bei Aamanns Replik im königlichen Theater verkosten wir Smørrebrød. Der Sachse nennt es Bemme. Im Brot sind wir mit den Dänen vereint. Aber die Dänen essen ihr Smørrebrød zum Mittag, Aamanns serviert es etwas gehobener und mit einen genialen Ausblick. Dazu gibt es einen Schluck Wein. Da schmecken Hering und Hühnchen auf einer Schnidde bestens. 

Umgeben von einer reinen Ami-Gruppe ist ohnehin alles und ohne Zweifel delicous. Aber interessanterweise sind auch zwei Texaner dabei, die ihren Ruhestand lieber in Europa verbringen als zuhause. Aber wir lernen, in Spanien sind die Steuern zu hoch. Portugal ist besser. Deswegen ist der nächste Umzug schon in Planung. 

Weiter geht’s zum Broens Street Food. Hier testen sich die Spitzenköche von morgen aus. Es gibt viel zu probieren. Wir testen Tacos. Lecker, aber nichts besonderes. Überraschend ist dagegen herzhafter Haferbrei, den wir als Nächstes serviert bekommen. Und natürlich darf auch ein Hot Dog in Dänemark nicht fehlen. Aber waren wir beim Brot noch vereint, trennt sich bei der Wurst die Sächsisch-Dänische-Freundschaft. Zum Abschluss gibt es Zimtschnecken. Für uns ein kleiner Wink Richtung Norwegen, wo es nun für uns als Nächstes hin geht. 

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