Aursjøvegen

Heute bin ich skeptisch. Auf dem Plan steht eine Autowanderung durch die Berge. Aber das Wetter ist immer noch etwas bubsch. Die Wolken hängen tief im Fjord. So eine Fahrt durch Nebel hat auch etwas, aber muss dann vielleicht doch nicht auf einer steilen, engen und unbefestigten Hochgebirgsstraße sein. Wir frühstücken erst einmal. 

Langsam wird es heller und erste Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch das Grau. Wir beschließen, mutig zu sein. Die Pass- und heute Panoramastraße Aursjøvegen verbindet Sunndalsøra mit Eikesdalen. Wir fahren den Bomvei, es ist wieder so eine typisch norwegische Mautstraße, von Sunndalsøra aus. Zunächst geht es durch das Litldalen. Sonne und Wolken geben ein eindrucksvolles Schauspiel. Die Straße wurde ursprünglich zur Erschließung des Geländes für Wasserkraft gebaut. Unzählige Wasserfälle stürzen sich rechts und links ins Tal. Das steile Gelände wird hier genutzt. Nach einigen Serpentinen erreichen wir den ersten Stausee, wo wir einen außergewöhnlichen Regenbogen oder sowas in der Art sehen. Ob es hier einen Schatz versteckt gibt?

Die Wolken lichten sich immer mehr und auf einmal ist der Himmel stahlblau. Rund um die Stauseen stehen unzählige Hütten und Häuser. Hier sind die Norweger also am Wochenende. Kein Wunder, wo sich hier die Sonne versteckt. Wir genießen einfach nur und sammeln spontan Heidelbeeren. 

In der Aursjøhytta legen wir eine Kaffeepause ein, bevor wir runter ins Eikesdalen fahren. Hier wird die Straße richtig spektakulär und abenteuerlich. Super schön ist auch der Blick von der Trollzunge am Aurstaupet. Fetzig ist auch der unbeleuchtete 180°-Tunnel, mit dem sich die Straße den steilen Hang hinunter schlängelt. Einige fahren hier mit großen Wohnmobilen. Möglich, aber auch sehr mutig. 

Zurück geht es über das Eikesdalen, am nicht endenden Eikesdalsvatnet entlang, wo wir kurz den berühmten Mardalsfossen erblicken. Der Wasserfall stürzt aus einem See in die Tiefe, allerdings nur in der Saison. Jetzt ist er schon wieder abgeschaltet und sein Wasser wird zur Stromerzeugung genutzt. 

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