18 – Niagarafälle

Am Morgen setzen wir das Auto in Bewegung. Weiter geht es mit unserem Roadtrip zu einem neuen Highlight: die Niagarafälle. Die sind von Toronto aus nicht so weit entfernt, allerdings ist der Verkehr überwältigend. Gefühlt ist jeder unterwegs. Gut für uns sind die Carpool-Spuren, wo man nur zu mehrt im Auto drauf fahren darf. Die allermeisten sind das nicht. Wir machen ein bisschen Strecke gut. Bis Hamilton erstreckt sich der Großraum Toronto. Danach wird es etwas ruhiger. Wir kommen in den Greenbelt, der Toronto umgibt. Wir sehen viele Gewächshäuser, Obstbäume und sogar Wein wird angebaut.

Über eine große Brücke geht es über den Wellandkanal, der den Ontariosee mit dem Eriesee unter Umgehung der Niagarafälle verbindet. Mit acht gigantischen Schleusen werden knapp 100 Meter Höhenunterschied überwunden. Durch sie können sogar große Schiffe weiter landeinwärts über die großen Seen fahren. 

In Niagara Falls parken wir direkt neben dem Skylon Tower. Das ist bequem und mit 10 CAD pro Tag auch in Ordnung. Es ist noch total ruhig. Wir entscheiden uns spontan, auf den Skylon Tower hoch zu fahren. Neben der Toilette liegen Flyer mit Coupons. Man spart, wo man kann 😉 

Schon bei der Einfahrt in die Stadt sahen wir die Gischt von den Fällen. Mehr noch nicht. Mit dem gelben Aufzug geht es außen am Skylon Tower nach oben und bummm, da sind sie! Gigantisch. Von oben haben wir einen tollen Rundumblick und verschaffen uns einen Überblick. Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegen die USA. Komplett in den USA sind die American Falls und die kleinen Bridal Veil Falls. Die Grenze verläuft durch die Horseshoe Falls, die eine Breite von 670m haben. Die Fallhöhe des Wassers beträgt 57 Meter. Auf der kanadischen Seite gibt es eine lange Promenade, von der man einen hervorragenden Blick auf die Fälle hat. Auch wenn die Fälle größtenteils in den USA sind. Den besten Blick hat man aus Kanada. Am coolsten ist die Sicht vom Table Rock. Nicht einmal einen Meter vor einem rauscht das Wasser in die Tiefe. Bedingt durch die Wasserkraftwerke sind es heutzutage nur noch die Hälfte des gesamten Wassers des Niagara Rivers. Mit dem Rest wird Strom erzeugt. Trotzdem ist das Schauspiel gigantisch.

Touristisch wird an den Fällen das gesamte Programm angeboten. Vorgenommen haben wir uns noch eine Fahrt mit Hornblower. Die Boote bringen einen bis vor die Fälle. Selbes macht auch die Maid of the Mist von amerikanischer Seite aus. Kleines Detail, die Amis verteilen blauen Regencapes und die Kanadier rote. Ansonsten ist das Programm das selbe. Einmal in die Gischt, ordentlich nass werden und wieder zurück. Auch wenn die Fahrt kurz ist, es war der Hammer!

Am Nachmittag steht uns die Fahrerei in entgegen gesetzte Richtung noch eimal bevor. Wir müssen in den Großraum von Toronto zurück und danach fahren wir in den Norden nach Barrie. Für die reichlich 200 Kilometer benötigen wir zweieinhalb Stunden. Dass sich das Einzugsgebiet von Toronto soweit in den Norden erstreckt, hätte ich nicht vermutet. Der Verkehr hat sich nur kaum bis dahin gelichtet. Barrie liegt am Lake Simcoe und hat eine nette Uferpromenade. Aber 10 CAD Parken pro Stunde in den städtischen Parks ist uns dann doch ein wenig zu geschäftstüchtig.

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