07 – Cape-Breton-Highlands-Nationalpark

Nachdem wir gestern bereits am Rande des Nationalparks in Ingonish angekommen sind, bleibt uns heute viel Zeit, um die Schönheit dieser Gegend zu entdecken. Unsere Tagesetappe führt uns bis nach Chéticamp, das nur ca. 1,5 Stunden Fahrzeit entfernt liegt. Bereits kurz vor 9 Uhr sind wir am Franey Trail. Das Wetter und die Morgenstimmung sind traumhaft. Der Weg geht gut nach oben. Einige nutzen ihn für ihren Morgensport. Wir gehen es etwas langsamer an. Wir haben heute noch mehr vor. Viel besser als der Ausblick von oben geht kaum. Es ist spektakulär. Die Mühe hat sich mehr als gelohnt. Auch der etwas weitere Rückweg ist total schön. 

Unten angekommen fahren wir noch einmal zurück zum Visitor Center. Wir haben lang überlegt, ob unser Eintritt von gestern reicht. Aber das ist etwas komisch hier mit dem Parkeintritt geregelt. Eintritt wird pro Person gezahlt. Ein Ticket gilt immer bis 16 Uhr am Folgetag. Man bekommt einen Kassenzettel mit einem Streifen Klebeband, den man dann auf sein Armaturenbrett klebt. Auf den Parkplätzen im Park sehen wir einige mit Strafzettel. Es wird also durchaus kontrolliert. Bis 16 Uhr ist es uns zu knapp und so entschließen wir uns, noch ein Tagesticket zu lösen. Sicher ist sicher.

Weiter geht es immer entlang der Küste bis zum Black Brook Cove Beach, der uns ebenfalls richtig gut gefallen hat. Ein kleiner Wasserfall ergießt sich direkt ins Meer. Der Sand ist weiß und das Wetter reicht noch vollkommen, um noch einmal ins Meer zu springen.

In Neils Harbour verlassen wir kurz den Cabot Trail, um uns den Leuchtturm anzusehen und um weiter entlang der Küste zu fahren. Dieser kleiner Umweg lohnt sich. Wieder auf dem Cabot Trail geht es nun durchs Landesinnere bis Pleasant Bay. Hier wartet Rusty Anchor auf uns. Eigentlich müsste man hier noch einmal Hummer und Krabben essen, aber das gibt die Urlaubskasse nicht her. Wir entscheiden uns für den Fischburger, der auch sehr lecker ist.

Gut gestärkt nach unserem Lupper – später Lunch oder früher Supper (Dinner sagt der Kanadier scheinbar eher nicht) – wagen wir uns im Abendlicht an den Skyline Trail. Der ist schon das Highlight und sehr angesagt auf Instagram. Aber den tollen Ausblick gibt es nicht sofort, sondern nach einem ordentlichen Fußmarsch über einen bestens ausgebauten Wanderweg. Kurz vor dem Trail habe ich noch das Elchschild am Straßenrand fotografiert und nun können wir es nicht glauben, als uns tatsächlich eine Elchkuh mit ihren beiden Kälbern über den Trail läuft. Ganz gemütlich. Total unbeeindruckt von den Schaulustigen.

Das war unser persönliches Highlight heute. Das des Trails ist normalerweise ein richtig toller Boardwalk hoch über den Steilklippen. Der Ausblick ist phänomenal. Heute war jedoch echt einiges los. Gefühlt sind alle Austauschstudenten im Moment hier. Insgesamt waren das heute 18 Kilometer, 25.000 Schritte und 530 Höhenmeter. Reicht.

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