19–Hiroshima

Von Osaka geht es weiter über Hiroshima nach Miyajima. Die Insel ist bekannt für ihr Torii im Wasser. Überraschend gut kommen wir vom Hauptbahnhof zum Shinkansen-Bahnhof Osakas. Die Züge sind voll, aber die meisten steigen am Hauptbahnhof aus. So bleibt uns genug Zeit, ein Frühstück zu jagen. Jetzt, wo wir selber bestimmen können, gibt es endlich mal was aus Teig 🙂 Am Bahnhof fällt mir eine Werbung auf, die förmlich schreit, Kinder lieben Instantprodukte. 

Trotz starken Regens fährt unser Shinkansen Sakuraya pünktlich ab. Heute früh wurden wohl einige Verbindung wegen Wetters unterbrochen. Mit ordentlich Tempo jagen wir durch die Tunnel in den Bergen, immer der Küstenlinie entlang Richtung Süden. Das macht Spaß, auch wenn es trüb draußen aussieht. Innen ist der Sanyo-Shinkansen eher wie Omas Wohnzimmer, aber sehr bequem und sehr geräumig.

In Hiroshima hat der Regen gerade aufgehört, als wir ankommen. Tiefe Wolken hängen über der Stadt, aber es wird trocken bleiben. Das Gepäck kommt in ein Schließfach. Wir laufen vom Hauptbahnhof durch die Stadt zum Friedenspark. Das sind ungefähr 40 Minuten. Aber wir bekommen etwas zu sehen und stauben einen Corn Dog ab, Würstchen im Teig am Stiel. Ansonsten macht die Stadt einen aufgeräumten Eindruck. Schön sind die vielen Flussarme, die durch die Stadt verlaufen.

Der Atombombendom erschüttert. Einige Schulklassen sind hier im Friedenspark unterwegs. Sie singen am Childrenˋs Peace Monument. Unglaublich bewegend.

Nach einem Mittagessen laufen wir an der Burg vorbei Richtung Shin-Hakushima. Das ist etwas kürzer als zum Hauptbahnhof. Da fahren wir lieber hin, unsere Koffer abholen. Die Sanyo Linie hat gut Verspätung. Es muss ordentlich heute Morgen geregnet haben. Vom Bahnhof Miyajimaguchi ist es zur Fähre nach Miyajima nicht weit. Die Überfahrt ist kurz und man bekommt einen schönen Blick auf das Torii. 

Unser Hotel bietet Zimmer im klassischen japanischen Stil. Wir schlafen heute also auf dem Boden. Ich bin gespannt, was der Rücken morgen sagt. Auf Miyajima sind wieder die Hirsche los. Wild läuft überall herum. Am Strand und im Meer ist der Anblick schon ungewohnt. Zum Abendessen gibt es Austern. Die werden vor Ort gezüchtet und sind die lokale Spezialität. Viel Auswahl an Restaurants gibt es nicht. Um 18 Uhr machen die meisten Geschäfte dicht.

Uns reicht es auch. Die Uhr sagt 21.600 Schritte. Ende Gelände.

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