18–Osaka

Von Kyōto fahren wir heute nach dem Frühstück weiter nach Osaka. Doch zunächst müssen wir erst einmal Packen. Es hat sich doch so Einiges angesammelt. Mit gutem Zureden geht der Koffer aber noch zu.

Auch wenn wir die Rail-Pässe immer noch nutzen können, fahren wir nach Osaka mit der Privatbahn. Die Hankyu-Linie bringt uns fast direkt vor unser Hotel in Osaka Umeda. Einchecken können wir noch nicht, aber Kofferabgeben geht immer problemlos.

Danach laufen wir noch einmal zurück zur JR Station Osaka. Der ganze Komplex ist gewaltig. Alles ist unter- und oberirdisch verbaut und verschachtelt mit Einkaufszentren. Google gibt die grobe Richtung vor, aber im Komplex wird es schwierig. Ein netter älterer Herr, der freiwillig hier orientierungslosen Reisenden hilft, sagt uns, wo wir hin müssen. Das ist doch mal was. Am Reisezentrum geht dann alles schnell. Sitzplatzreservierungen lassen sich mit unseren Pässen kostenfrei ändern, sofern der Zug nicht bereits ausgebucht ist. Bei unserer Verbindung morgen nach Hiroshima klappt es nicht. Ausschlafen wird vertagt. 

Zeit zum Mittagessen. Wo war noch mal das Plastikessen, was so gut aussah? Man lächelt drüber, aber wenn man nix lesen kann oder trotzdem nicht weiß, was es sein könnte, helfen diese Plastiknachbildungen im Schaufenster echt weiter. Außerdem kann man sich dann wenigstens vorstellen, was man bekommt. Heute: Rindfleischstreifen mit Pilzen auf Reis, der mit einem Omelett ummantelt ist. Ei wird hier wirklich viel verkocht.

Nach dem Bahnhof ist die Burg an der Reihe. Hier kommen wir mit der JR Loop Line hin. Die Burg stammt aus dem 16. Jahrhundert, wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Das aktuelle Gebäude stammt aus den 1930er Jahren, bei dem wiederum 1997 die Kriegsschäden beseitigt wurden. Der Nachbau ist weitestgehend aus Beton, sodass neben dem Museum eher das Äußere interessant ist. Schön ist aber auch der Ausblick von oben auf die Stadt.

Am Abend fahren wir nach Dotonbori und lassen uns von den Lichtern der Stadt berauschen. Das ist Osaka. Ohne Ende Menschen, schrill, bunt, nicht so steif, überwältigend. Wir sind geflasht. Überall gibt es Essen. In der Regel zeigt eine über die Maßen große Figur an, was die Spezialität ist. Und alles leuchtet. 

Mehr zufällig als geplant probieren wir Okonomiyaki und Takoyaki. Beides sind Spezialitäten der Region. Letzteres ist gebackener Krake in einem Teigbällchen mit Soße. Ersteres ist komplexer. Hauptzutat sind Mehl, Kohl und Ei. Dazu was auch immer und Soße. Obendrauf kommen getrocknete Fischflocken. Beides ist äußerst lecker. 

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