10-Takayama

Nach dem Frühstück checken wir aus unserem hübschen Hotel in Nagoya aus. Pünktlich eine Woche nach dem letzten Regen regnet es heute wieder. Wir genießen die Abkühlung und laufen zum Bahnhof. Um diese Zeit ist am Fischmarkt noch was los. Was hier alles gehandelt wird, ist unglaublich. Und vieles lebt sogar noch.

Da es heute regnet, haben wir den späteren Zug nach Takayama reserviert. Es ist der Hida Limited Express Nr. 5 – ein Dieselzug mit extra großen Fenstern. Wir fahren aus Nagoya langsam heraus, als uns erklärt wird, dass wir nur 20 Minuten rückwärts fahren müssen. Dann wechselt der Zug in die andere Richtung. Wir hatten zuvor schon beobachtet, dass die Sitze immer in Fahrtrichtung gedreht werden können. Das könnte sich die Deutsche Bahn auch mal abschauen.

Langsam nähern wir uns den Bergen. Jeder freie Fleck zwischen den Häusern wird für den Reisanbau genutzt und ist entsprechend dafür geflutet. Nach einem Stop in Gifu biegt der Zug auf die Takayama Linie ein. Ab hier gibt es sogar Erklärungen auf Englisch. 

Wir passieren die Burg Inuyama mit ihrem Burgturm aus dem Jahr 1601. Danach fahren wir entlang des japanischen Rheins. So bezeichnen sie hier das Kiso-Tal. Im Hida-Tal weiter in den Bergen wird es urig. Neben Reis wird auch viel Tee angebaut. Ein komisch aussehender Hund entpuppt sich als Affe. 

An der Strecke liegt Gero, eine größere Stadt, die vor allem für Ihre Thermalquellen bekannt ist. Wenige Stops später sind wir nach 2:44 Stunden Fahrt an unserem Ziel Takayama. Die Stadt liegt in den Bergen umgeben von 3.000ern. Bekannt ist Takayama für seine gut erhaltenen Straßenzügen aus der Edo-Zeit. Die schauen wir uns heute noch an. Es lohnt sich auch in die Krimskrams-Läden mal hineinzugehen. Da bekommt man einen guten Eindruck, wie es sich hier gelebt haben muss. Vor allem die Innenhöfe sind toll.

Am späteren Nachmittag nutzen wir die Annehmlichkeiten unseres Hotels. Im obersten Stockwerk sind private Onsen, also Bäder, die von Thermalquellen gespeist werden. Es gibt einige Regeln zu beachten, Einiges mutet auch ein wenig merkwürdig auf den ersten Blick an, aber das Bad draußen auf dem Dach ist einfach nur toll. Geonst wird in Japan FKK, hier getrennt nach Geschlechtern. Die privaten Onsen finden wir für unseres erstes Planschen passend.

Zu Abend essen wir in einer kleinen Kneipe, die wir unterwegs entdeckt hatten. Wir werden wieder herzlich Empfangen und das Essen ist köstlich. Was wir genau bekommen haben, ist uns trotz englischer Karte nicht ganz klar geworden.

Trotz Regens und einem eher ruhigen Tag 12.200 Schritte geschafft.

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