10 – Cococay, Bahamas

Heute Morgen sind wir aufgewacht, um uns herum nichts als Wasser. Neuland! Geschippert sind wir ganz in Ruhe. Von Südflorida bis zu den Bahamas ist es nicht weit, sodass das Schiff nicht allzu schnell fahren musste. Der Tag beginnt auf dem Schiff recht früh. Halb 8 waren wir da. Sofort kamen die ersten Schiffe, um Ausrüstung und Personal auf die kleine Insel zu schaffen. Sehen konnten wir sie noch nicht, da sie auf der gegenüberliegenden Seite des Schiffes lag.

Frühstück essen kann man auf dem Schiff quasi überall. Wir entschieden uns für das Selbstbedienungsrestaurant. Das liegt auf Deck 14. Die Auswahl ist ausgesprochen gut, allerdings hatte ich auf Bildern mehr Brötchen gesehen. Aber wenn sie in Europa unterwegs sind, machen sie das bestimmt extra dafür. Für den Nordamerikanischen Markt wird abgespeckt. Das ist unser Stichwort: Speck, Eier und Waffeln, ein klein wenig Brot und Wurst dazu. Das passt schon. Sitzen können wir draußen auf der Terrasse. Und von hier aus sehen wir das erste Mal auch unsere kleine Privatinsel – wir müssen sie nur mit 2.000 anderen Kreuzfahrern teilen.

Interessant ist, dass alle großen Reedereien eigene Inseln auf den Bahamas betreiben. Die Inseln sind ansonsten unbewohnt. Nur die Schiffe der jeweiligen Reederei laufen sie an. Bei uns ist das Cococay von Royal Caribbean, da Celebrity Cruises deren Tochter ist. Gleich nebenan liegt die Insel von Norwegian Cruise Lines. Heute ist von denen jedoch niemand da. Auf beiden Inseln wird kräftig gebaut: kleine, künstliche Urlaubsparadiese, wie sie sich der Karibikurlauber träumt. Schlecht muss es deswegen noch lange nicht sein.

Nun braucht das Telefon noch eine kurze Ladung. Dann sind auch wir bereit für unseren ersten Landgang auf die Privatinsel. Im Eingangsbereich hat sich schon eine Schlange weiterer Williger gebildet. Aber es geht dann doch flott. Rauf aufs Tenderboot, das eine mittelgroße Fähre ist, und ab zur Insel. Es erwartet uns tatsächlich ein kleines karibisches Paradies. Alles ist wie ein Resort gestaltet und auf die Bedürfnisse der Urlauber zugeschnitten. Das bedeutet: Toiletten, Bars, Läden und Futter. Es ist unglaublich, wie einfach Menschen ticken. Wirklich viel brauchen wir nicht. Einkaufsstände: es ist kurz nach 10 Uhr morgens und die meisten gehen schnurstracks dahin. Dabei gibt es da nur den gleichen Mist wie überall. Bars: es ist kurz nach 10 Uhr morgens und die Leute bestellen da echt schon die ersten harten Drinks. Futter: gibts noch nicht. Kommt erst später, aber ich wette, es hätten sich genügend gefunden, die um kurz nach 10 sich die ersten Burger reingezogen hätten.

Ansonsten gibt es tausende Liegen, Hängematten und überall Bars. Wir suchen uns ein halbschattiges Plätzchen und entspannen mit Alkoholfreiem. Das Meer sieht toll aus. Man kann fast einen Kilometer in die Lagune laufen. Anschließend drehen wir als pflichtbewusste Deutsche eine Runde über die Insel. Das macht sonst niemand. Viel gibt es aber auch nicht zu sehen. Wir schauen uns das Schiff an, das draußen vor Anker liegt und bleiben am Schnorchel-Strand hängen. Vielleicht sehen wir ein paar Fischies. Viele sind es nicht, aber immerhin ein paar große bunte.

Bevor wir zurück aufs Schiff dürfen, müssen wir durch die Sicherheitskontrolle. Nervig, aber ganz gut organisiert. Dann testen wir das Eis- und Kuchenangebot. Das viele Essen ist verlockend. Aber wir haben auch genügend warnende Beispiele gesehen. Zusammenreißen. Im Café ist es ruhig. Erstaunlich, dass sich so viele Menschen so gut verteilen können. Der Kuchen ist echt gut! Zum Abendessen haben wir einen Platz am Fenster. Das Schiff fährt jetzt super schnell. Bis nach Mexiko ist es auch echt weit. Die Kellner und das Essen waren heute top. Witzige Menschen, die super hart arbeiten. Es gab Thunfisch- Carpaccio und als Hauptgang Kalb. Wein gab es reichlich dazu. Keine Ahnung, wie die Amis so viel vertragen. Wir kämpfen schon mit dem Wein. Es muss am Wasser liegen, aber es dreht mächtig im Kopf.

Wir geben nicht auf und ziehen uns nochmal um. Nachts auf Deck im Pool entspannen ist genial. Das Boot schippert. Der Wind ist warm und die Sterne funkeln. Pervers, aber auch echt toll. Dazu die entspannte Atmosphäre des Schiffes. Aber wer hat die Kinder auf einmal rausgelassen. Die gehören langsam ins Bett. Wir auch 😉

Bilder folgen, sobald wir wieder richtig Internet haben.

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu “10 – Cococay, Bahamas

  1. Wie sich die Bilder gleichen: Wie euch ging es mir auf den Kreuzfahrten auch. Erinnerungen werden wach. Etwas neidisch bin ich schon.
    Freu mich jetzt mit euch auf Mexiko!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.