1 – Hinflug

05:30 Uhr. Aufregung! Es geht los! Aber! Was für ein komisches Gefühl es ist, am Morgen aufzustehen, und die kleine Stinkerbiene ist nicht da. Unser verrückter, rheumatöser Päul. Vor einem Jahr kannten wir den Stinker noch gar nicht. Aber jetzt vermissen wir sie schon. Sie liegt nicht verschlafen in ihrem Bett oder freut sich, dass endlich Aussicht auf Frühstück besteht – nix. Päul haben wir gestern schon zu ihrer Patentante gebracht. Denn wir müssen uns heute beeilen, dass wir auf den Flughafen kommen.

Am Flughafen in Dresden geht alles gemächlich zu. Aber die Kontrollen nehmen sie ernst. Kamera aus dem Koffer auspacken. Dann wird der Koffer nochmal ohne Kamera gescannt. Und die Kamera natürlich auf Sprengstoff untersucht. Das gibt es nur in Dresden!

Heute fliegen wir mit dem kleinen Brasilianer nach Frankfurt. Ich finde, es ist ein tolles Flugzeug. Und der Flug war auch super glatt. Aussicht gab es auf das Erzgebirge, Chemnitz und dann Mainz und das Rhein-Main-Gebiet. Pünktliche Landung, aber Außenparkposition an der hintersten Ecke vom Flughafen. Das heißt Busfahren. Und dann Rennen. 50 Minuten sollten eigentlich reichen. Es sei denn, jeder will durch die Passkontrolle.

Wir stehen gut 25 Minuten. Jetzt rennen wir um unseren Flug. Am Gate ist niemand mehr, aber wir kommen zum Glück noch rein. Wartezeit am Gate haben wir uns elegant gespart. Zwei Plätze sind für uns noch frei, Türen zu und Abflug. Das ging aber mal flott hier! Ohne Umwege rollen wir zur Startbahn. Wir verschnaufen noch, als der A380 bereits mit uns Frankfurt verlässt. Südwestlich fliegen wir über das Tal der Mosel Richtung Frankreich. Paris sieht leider nur die andere Seite vom Flugzeug. Dann Bretagne. Dann Wasser, Wasser, Wasser. Sieben Stunden lang. Service war gut. Zweimal Chicken oder Pasta. Vor uns besaufen sich zwei Jungs mit Bier. Am Ende der neun Stunden gibt es (ernsthaft) keine Dose Bier mehr an Board. Wir sind schnell heute. Eine Stunde früher landen wir. Hat uns aber auch nicht viel gebracht. Bei Hertz waren die Autos aus. Wir mussten dort ewig warten.

Naja, hell ist es trotzdem noch. Das ist immerhin mal was. Geblitzt wurden wir auch nicht. Langsam wissen wir, wie wir von diesem Flughafen Miami runter kommen, ohne Maut zu bezahlen! Aber das ist auch echt kompliziert. Unsere Bleibe ist ein bescheidenes Privatzimmer in Miami Beach. Alles recht einfach, aber für den Preis ok. Zum Abendessen gab es ein Sandwich von Publix und ein Bier. Morgen scheint hoffentlich die Sonne. Nach unserer Landung hat es sich leider zugezogen. Jetzt gießt es in Strömen.

 

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