10 – Chiricahua NM

Guten Morgen Amerika! Dank Hotwire können wir uns tolle Hotels leisten und das Schöne an tollen Hotels ist, es gibt (verhältnismäßig) tolles Frühstück. Im Country Inn gibt man sich durchaus Mühe. Einen beheizten Außenpool gibt es auch 🙂 Aber nach drei Nächten verlassen wir Tucson in Richtung Neu Mexiko. Benzin ist im Übrigen günstig: 3,43 $ die Gallone.

Nachdem wir den Texas Canyon (riesige Granitkugeln wie im Joshua Tree Nationalpark) durchquert haben, ist es nicht mehr weit bis Willcox. Hier liegt wirklich alles begraben. Parallel zur I-10 verläuft eine Eisenbahnhauptlinie, die ebenso von West nach Ost führt. Die war zuerst hier. Entlang der Linie wurden dann Stützpunkte errichtet. Viehzüchter probierten sich. Goldgräber sicherlich auch. Nur Wasser gab es hier in der Neuzeit noch nie. Seit die Eisenbahn durchfährt und nur noch Cargo transportiert wird, kann man nur noch hoffen, dass Autofahrer genau hier müde werden. Dem Zustand der Motels zu urteilen, ist das in Willcox nicht der Fall. Auch wir fahren nur durch. Knapp eine Stunde südlich liegt das Chiricahua National Monument.

Steinsäulen aus Rhyolith (vulkanischen Ursprungs) so weit das Auge reicht. Wir sind auf 2.200m Höhe. Da verwundert der Schnee nicht. Er schmilzt nur nicht, er verdunstet förmlich. In der Sonne ist es richtig warm. Neben der Kiefern riecht es nach Sommer. Wir sind früh dran und wandern zuerst auf den Sugarloaf Mountain (heißt Zuckerhut und sieht auch so aus). Eine Stunde brauchen wir hin und zurück. Die ersten 350m nach oben sind überwunden.

Die Wanderschuhe bleiben am Fuß. Nach dem Mittagessen gehts erst richtig los. 6,8 km und 700 Höhenmeter wollen überwunden werden. Huuuh, erst runter und dann wieder hoch. Doch der Blick und die Sonne entschädigen alles.

Sonnencreme, so dachte ich, braucht es nicht. Jetzt sehe ich wie ein Waschbär aus… Morgen wird wieder mit Faktor 50 gecremt.

Zurück auf der I-10, zwei Täler durchquert – diese Weite – kommt auch schon die Grenze. Ein gänzlich neuer Bundesstaat wartet auf uns: Neu Mexiko. Im Übrigen eine Demokratenhochburg mitten im konservativen Mittleren Westen. Wir sind gespannt. Heute bleibt das Auto in Lordsburg stehen – zwischen Eisenbahnschienen und Autobahn. Sonst gibts hier nix, wirklich nix.

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