Es ist Wochenende und wir machen heute einen Rentnertag. Draußen regnet es noch etwas. Da ist ausnahmsweise Ausschlafen die beste Option. Aber die Norweger sind Frühaufsteher. Frühstück gibt es nur bis 9:30 in unserem Hotel und darin ist schon eine halbe Stunde Verlängerung eingerechnet, weil heute Samstag ist!
Langsam lichtet es sich draußen. Weit fahren müssen wir nicht, um im Naturparadies und Offroad zu landen. Es sind geschlagene 10 Minuten. Im Fjell oberhalb von Ulsteinvik laufen wir die kleine Runde zum Hasundhornet. Der Parkplatz ist gut besucht, aber interessanterweise nur von Frauen. Der Weg ist super ausgebaut und die Norwegerinnen nutzen ihn zum Sporten. Die Norweger machen derweil alle Frühstück? Oder mähen Rasen? Hier wird auch sehr gern Rasen gemäht! Es regnet ja ständig.
Wie auch immer, die Aussicht ist spitze. Wir fahren die unbefestigte Straße weiter und freuen uns über dieses glatte und völlig unerwartete Offroad-Abenteuer und die schöne Landschaft, bis wir wieder auf einer Hauptstraße landen. Nächster Halt ist in Volda. Es ist ein kleines Örtchen am Fjord, wo wir die Vorräte aufstocken und Mittagspause am Wasser machen. Das Wetter hält und so beschließen wir, weiter bis Loen am Innvikfjord zu fahren. Hier kommt man noch bequemer zu einer fantastischen Aussicht: mit der Seilbahn auf den Berg Hoven.
Auch wenn wir heute keinen strahlenden Sonnenschein haben, so sind die Berge relativ frei und wir haben eine gute Aussicht auf die Berge des Jotunheimen und den gewaltigen Jostedalsbreen-Gletscher. Oben gibt es ein gutes Netz an Wanderwegen. Wir laufen bis zum Skredfjellet auf 1155 Metern, von wo man schön hinter uns Oldental schauen kann, wo wir heute übernachten. Auf der Fahrt dahin halten wir mehrmals an. Die Landschaft hier ist wie aus dem Bilderbuch.


















