19 – Algonquin Provincial Park

Für den Rückweg nach Montreal wählen wir den Umweg über den Algonquin Provincial Park und Ottawa. Der Algonquin Provincial Park ist das Outdoor-Paradies der Torontoer. Er liegt 250 Kilometer nördlich von Toronto. Der Highway 60 erschließt den südlichen Teil des Parks. Von ihm aus gehen viele Wanderwege. Fahrradfahren und auch Wassersport sind möglich. 

Doch zunächst füllen wir in Huntsville unseren Tank und beobachten wieder ein typisch kanadisches Verhalten: das Anstehen am Tim Hortons Drive-Thru. Es ist 9 Uhr und die Autoschlange geht um den Block. Am Parkeingang holen wir uns unser Permit und erhalten eine Übersichtskarte. Es ist richtig kalt geworden. Das Thermometer zeigt 10 °C. Die ersten Bäume haben sich bereits verfärbt. Ein Hauch von Indian Summer ist zu sehen.

Für den Tag haben wir uns drei Wanderungen vorgenommen. Zuerst starten wir mit  dem Whiskey Rapids Trail. Eine kleine Tour, die zu einem Flusslauf führt. Am Canoe Lake wird fleißig gepaddelt. Die Landschaft ist wirklich schön und wir bekommen einen kleinen Eindruck, wie es aussehen muss, wenn die Bäume sich noch weiter verfärben. Als größere Wanderung wählen wir den Track and Tower Trail. Hier erfährt man, dass durch das Gebiet eine Eisenbahnstrecke verlief. Die Dampflokomotiven lösten jedoch immer wieder Waldbrände aus. Um diese rechtzeitig zu erkennen wurden Wachtürme gebaut. Ansonsten ist die Strecke richtig schön und eine gute Aussicht hat man auch.

Zum Abschluss laufen wir den Two Rivers Trail. Dieser ist mit zwei Kilometern kurz, bietet jedoch ebenfalls eine sehr schöne Aussicht. Im Dickicht erhaschen wir einen Blick auf zwei Kragenhühner. Leider sind sie zu scheu für ein Foto. Am Himmel kreisen Truthahngeier. Und sehr neugierig sind die kleinen Chipmunks. Deutlich weniger scheu ist auch die Truthahn-Familie, die wir bei der Ausfahrt aus dem Park am Straßenrand beobachten. Eine Schlange haben wir noch gesehen, die einen Frosch gefressen hat und einen lebendigen Frosch. Viel mehr hat uns wahrscheinlich gesehen, wir sie aber nicht.

Die Nacht verbringen wir im Schoolhouse Inn am Round Lake. Die Besitzer sind eine ungarische Familie, die uns sehr herzlich begrüßt haben. Im angeschlossenen Café riecht es direkt nach Ungarn. Es gibt Paprikahuhn als Tagesgericht. Leider sind wir schon satt. Wir haben unterwegs in Barry’s Bay bei Polka Spudz angehalten. Hier betreiben zwei Polen ein Imbiss. Es gibt Pierogi Poutine, quasi die Polnischen Kartoffelpiroggen im Gewand der kanadischen Leibspeise mit dunkler Soße, Käse und Zwiebeln. Unbedingt probieren mussten wir auch die frittierten sauren Gurken. Der Hammer!

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