06 – Great Basin

Der Great Basin Nationalpark wurde 1986 gegründet, vorher war der Park ein National Monument. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit und geringeren Bekanntheit sind die Besucherzahlen deutlich geringer. Die Landschaft ist

eiszeitlich geprägt und hebt sich deutlich von der umgebenden Wüste ab. Der Park beherbergt mit dem Rock Glacier einen der südlichsten Gletscher der USA, die Lehman Caves und den Wheeler Peak (3.982 Meter). 

Das Mehr an Feuchtigkeit sorgt für eine alpine Vegetation mit Pappeln, Kiefern und Fichten. Die Zitterpappel nimmt im Ökosystem die Rolle der Pionierpflanze und des Feuerfolgers (Stockausschlag) ein. Einige Bristlecone Pines sind bis 3.000 Jahre alt. 

Der Scenic Drive führt bis auf 3.049 Meter. Von dort aus starten wir unsere Wanderung zu den Alpine Lakes. Auffällig sind einige Lichtungen im Bewuchs. Aufgrund der stauenden Eigenschaft des Bodens (Art Pseudogley) entsteht hier im Winter durch hydrostatischen Druck Kammeis, das den Jungwuchs zerstört. 

Der Untergrund ist ca. 1,8 Mrd. Jahre alt. Zwei kleine Kontinente wurden an Nordamerika herangeführt, subduziert und umgeformt. Daher ist das Gestein unterschiedlichen Ursprungs und schwerer zu bestimmen als z. B. auf dem Colorado Plateau. Hier handelt es sich um Tonschiefer (aus Tonstein und Schluffstein) und Quarzit (aus Sandstein). 

Der Tonschiefer im Untergrund staut das abfließende Schmelzwasser. Im Zusammenspiel mit der Endmoräne entstanden die Alpine Lakes (Stella Lake und Teresa Lake). 

Am Fuß des Gebirges liegen die Lehman Caves. Der Tradition nach vom Herrn Lehmann und seinem Pferd entdeckt. Er vermarktete die Höhle bereits im 19. Jahrhundert. Heute gehört sie zum Nationalpark. Einzigartig sind insbesondere die Shields und drapes, platten- und gardinenförmige Tropfsteine. Interessant auch das Höhlenpopcorn und Höhlenbacon. 

Strecke: 160 Meilen

Schritte: 12.549

Temperatur: 24°C

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