14–Kanazawa II

Einen halben Tag verbringen wir heute noch in Kanazawa, bevor wir weiter nach Kyōto reisen. Diesmal frühstücken wir in aller Ruhe. Unser Gepäck können wir problemlos im Hotel lassen. 

Unser erstes Ziel ist der Omicho Markt. Hier könnte man auch prima frühstücken, aber wir sind leider satt. Gehandelt werden hier vor allem Meeresfrüchte, Gemüse und Obst. Aber Obst spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle. Es ist super teuer und nur in kleiner Auswahl verfügbar. Auch beim Gemüse ist die Auswahl nicht groß und manches Angebot auch nicht wirklich mehr frisch. Dafür wird das meiste großzügig verpackt.  

Alles, was aus dem Meer zu holen ist, spielt eine viel größere Rolle. Hier gibt es viel und die Preise sind moderat. Auffallend sind die vielen Muscheln und Austern. Einige sind echt groß. Irgendwann werde ich so eine auch mal noch probieren. Lebendige Kraken gibt es auch.

Was wir uns heute noch anschauen wollen, ist das Higashiyama Viertel. Hier gibt es noch Gasthäuser, in denen Geishas auftreten. Gesehen haben wir keine, aber es ist ein hübsches kleines Viertel. Spontan laufen wir die Tempelroute, einfach um die Nachbarschaft etwas zu erkunden. Teilweise ist die Beschilderung aber nicht ganz eindeutig. Zum Abschluss schauen wir uns das Kazuemachi-Viertel an. Auch dort gibt es einige gut erhaltene alte Häuser. Beide Viertel sind nicht groß. 

Als wir zurück laufen, stoßen wir auf die Vorbereitungen zur großen Parade, die heute Nachmittag steigt. Leider wusste ich das nicht. Sonst wären wir definitiv später abgereist. Vor dem Bahnhof können wir jedoch noch ein paar Minuten zusehen. Die Parade wird riesig!

Den Thunderbird reiten wir schließlich nach Kyōto. Er bringt uns durch die Berge, vorbei am Biwa-See auf die andere Seite der Insel. Als Verpflegung besorgen wir uns klassische Bento-Boxen am Bahnhof. Das sind hübsch eingepackte kleine Leckereien. 

An der Strecke liegt auch die Großbaustelle für die zukünftige Shinkansen-Linie Kanazawa-Osaka. Der Wahnsinn mit welchen Aufwand die Strecken gezogen werden. Die Shinkansen fahren durchgängig auf Brückenbauwerken. 

Unser Hotel in Kyoto liegt im Gion-Viertel. Wir werden sehr herzlich begrüßt und bekommen sogar eine Einweisung ins Zimmer. Das Personal überschlägt sich förmlich. Das Zimmer in seiner Deko auch. Ein wenig witzig ist es schon. 

Fürs Abendessen suchen wir uns etwas preiswertes und schauen uns dann noch die große Pagode an, die in direkter Nähe zum Hotel ist. Interessant auch, beim Hotel nebenan wird minutengenau abgerechnet. Es lohnt sich also, schnell zu sein 😉

19.600 Schritte bei gut erträglicher Temperatur und Sonnenschein.

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