3–Tokyo bei Regen

Es regnet. Und zwar aus allen Kübeln. Der Wetterbericht hatte es schon vor Tagen vorausgesagt. Es ist zwar nicht kalt, aber auch mit Regenschirm ist man nach kürzester Zeit nass bis auf die Knochen. Deswegen gehen wir den Tag ruhig an. Ab morgen soll dann feinster Sonnenschein kommen.

Der erste Streich führt uns ins JR Travel Center nach Shinjuku. Dort tauschen wir unsere Japan Rail Pässe in richtige um. In Deutschland bekommt man nur Voucher. Der nette Herr reserviert uns gleich auch Sitzplätze im Shinkansen, damit wir nächsten Montag nach Nagoya kommen. Hier hat man die Ruhe weg. Geduldig wird gewartet, bis alle Fragen und Probleme geklärt sind.

Deswegen besorgen wir uns dazu noch den Tokyo Wide Pass. Damit bestreiten wir die nächsten drei Tage unsere Ausflüge in die nähere Umgebung. Auch diese Fahrkarten gibt es nur für Ausländer. Man kann damit drei Tage so viel hier in der Region fahren, wie man will.

Gegen drei war der Regen fast vorbei. Wir beenden unseren Mittagsschnarch und machen uns gemächlich auf in die Stadt. Mit der Metro fahren wir nach Harajuku. Die Omotesando-Straße beherbergt Geschäfte in allen Preisklassen. Sehr schmuck. In der Umgebung kann man prima Spazieren und sich allerlei hippe Läden ansehen. Auf der Takeshita-Straße gibt es lustige Crêpes. Sehr schön auch die Plastikauslagen. Da weiß man gleich, was man bestellt – nur sah die Realität etwas anders aus.

Wir spazieren weiter Richtung Shibuya. Dort wartet immer noch der gute Hachiko auf sein Herrchen. Irgendwann kam nämlich sein Herrchen nicht mehr nachmittags mit dem Zug zurück. Der Hund wartete trotzdem brav jeden Tag aufs Neue. Und dass an einer der trubeligsten Kreuzungen der Stadt.

Apropos Trubel. Mittlerweile geht es auf Feierabend zu. Wir wollen aber nicht drei Stationen zurück laufen und wählen stattdessen die Yamanote Linie. Mit Anlauf ins Gedränge. Aber gesittet natürlich. Es ist wirklich eine tolle Stadt! Selbst die Rush Hour ist ruhig hier.

In Shinjuku steigen wir mit vielen anderen zusammen aus. Wir drehen eine Runde durchs Rotlichtviertel. Neben einer Menge Etablissements, Restaurants gibt es hier auch ganz neu: Godzilla! Der brüllt von einem Hochhaus hinunter und alle schauen ihn begeistert an. Das geht auch nur hier.

2 Gedanken zu “3–Tokyo bei Regen

  1. Wenn man mal von Godzilla absieht, scheint Tokyo eurer (pardon: P darf ja nicht schreiben) die ruhigste Stadt – ruhiger als jeder Kurort – zu sein. Da müsst ihr sicher viel Kurtaxe bezahlen!?

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