7 – Organ Pipe Cactus NM

Das Frühstück im Hotel unbekannten Alters (Ananaslampen) war unerwartet gut, Target nebenan hatte feinen, frischen Salat und obendrauf noch die Knuspermischung (roher Broccoli und Blumenkohl). So gerüstet gings weiter in die Wüste. Immer die I-8 nach Osten.

Uuui, wer war das? Niemand? Ei, habt ihr diese riesige Rinderfarm gesehen? Baaah, schnell die Klima auf Umluft! Hier kommen also die Pattys für die Burger her. Zum Glück schmeckt das Fleisch nicht so, wie es riecht!

Weiter begleitet bis in die Nacht (irgendwann war das Auto wieder gelüftet) hat uns die Border Patrol (Grenzschutz und Zoll). Dreimal wurde unser Pass kontrolliert, einmal wurden wir durchgewunken und einmal bei einem dringenden Bedürfnis zwischen irgendwo und nirgendwo gestört. Nur eine mexikanische Familie unter einem riesen Sombrero, die durch die Büsche schleicht, haben wir nicht gesehen. Da war der Grenzschutz wohl schneller als wir.

Heute stand die Botanik im Fokus unserer Expedition: Riesenkakteen verschiedener Art. Der Orgelpfeifenkaktus ist in den USA nur extrem selten. Fast sein gesamten Verbreitungsgebiet liegt im gleichnamigen Nationalpark. Allerdings fällt er dort trotz seiner enormen Größe (wirklich so groß wie das Instrument) nicht so ganz auf. Das Symbol des Südwesten, der Saguaro, stiehlt ihm mehr als nur die Show.

Wie im Nationalpark üblich gibt es auch hier einen Scenic Drive (Panoramarundweg), weitgehend ungeteert, aber gut befahrbar. Dieser führte uns zu einem gewaltigen Natursteinbogen. Dort gabs Mittag. Eine kleine Wanderung sollte dann der Verdauung zutun. Daraus ist reine Schinderei geworden. Über 350 Höhenmeter wollten bis hoch zum Bogen auf 3 km Entfernung überwunden werden. Ein Schild warnte uns vor dem steilen, steinigen Weg (weitere Infos am Visitor Center am anderen Ende des Parks – jaja).

Völlig k.o. fuhren wir den Rest des Drive, der hier noch schöner war als zuvor. Langsam kam auch das Abendlicht. Die Ajo Mountains strahlen zum Abschied. Knapp 140 Meilen liegen noch vor uns bis Tucson. Kurz bevor das Licht der Großstadt erschien, ging der Vollmond auf. So groß und rot haben wir ihn lange nicht gesehen. Wow! Wir fahren extra langsam, aber nicht so langsam, dass man uns noch für Mexikaner hält.

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