17–Kyōto II

Heute erkunden wir die nähere Umgebung unseres Hotels. Das befindet sich in Higashiyama-ku. Viele Orte, die für die japanische Higashiyama-Kultur des 15. Jahrhunderts entscheidend waren, liegen in diesem Bezirk. Wir beginnen mit den gepflasterten Straßen Ninenzaka und Sannenzaka, die zum Weltkulturerbe Kiyomizu-dera führen. Die orangefarbene Pagode leuchtet prächtig und der Ausblick ist grandios. Mal wieder sind viele Schulklassen unterwegs und wir werden wieder auf Englisch von den Kindern ausgefragt. Wie sie sich freuen. Total süß. 

Die Haupthalle des Kiyomizu-dera wird im Moment außen saniert. Trotzdem ist sie im Inneren unglaublich beeindruckend. Diese uralten Holzbalken und die tollen Leuchter! Sehr schön.

Nebenan ist ein kleiner Schrein, der der Liebe gewidmet ist. Selbstverständlich müssen alle Mädchen und Jungen zwischen den beiden Liebessteinen hin und her laufen. Wenn man niemanden mit geschlossenen Augen anrempelt, findet man die große Liebe. Der Betreuer einer Gruppe hat vorsorglich alle Passanten aus dem Weg geschoben. 

Das Vergnügungsviertel Gion steht unter besonderem Schutz, um die traditionelle Architektur der Gebäude zu erhalten. Hier findet man noch sehr hübsche Straßenzüge. Einige Häuser werden im Moment auch noch im alten Stil neu aufgebaut. Gerade auch diese Neubauten sind wirklich hübsch. Weitere Tempel und Schreine des Bezirks sind der Kōdai-ji und die Ryozen Kannon Statue, die wir uns noch ansehen. 

In Gion sind im übrigen neben vielen Geishas für einen Tag auch viele echte Geishas unterwegs. Flüchtig erhaschen wir nicht nur einmal einen Blick auf sie.

Am Abend drehen wir noch einmal eine Runde. Tagsüber war es wieder extrem heiß und abends ist es einfach nur schön. Allerdings ist dann hier auch nicht mehr allzu viel draußen los. 18.000 Schritte sind trotzdem eine ansehnliche Bilanz für einen eher entspannten Tag.

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