11–Shirakawago

Heute sind wir klassisch tourimäßig unterwegs. Wir haben eine Bustour mit Nohi Bus nach Ainokura und Shirakawago gebucht. Punkt 8:30 Uhr geht es los. Eine reichliche Stunde fahren wir. Wir sind eine kleine Gruppe und haben eine tolle englischsprachige Führerin. Der Bus bringt uns zunächst nach Ainokura. 

Drei Dörfer in dieser abgelegenen Bergregion wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Region ist bekannt für ihre spitzen Holzhäuser, die mit Stroh gedeckt sind. So kann der reichlich fallende Schnee im Winter gut hinuntergleiten vom Dach. Auf japanisch heißt der Stil Gasshō-zukuri: „Stil der zum Gebet gefalteten Hände“. Die Häuser sind sehr alt und in aller Regel noch bewohnt. Die Bergregion ist wunderschön und lohnt definitiv den Besuch. 

Aller 20-40 Jahre muss das Dach der Häuser erneuert werden. Wir erfahren, dass der Staat dort, wo die Häuser zum Weltkulturerbe gehörten, 95% der Kosten übernimmt. Außerhalb des Gebiets gibt es keine Unterstützung. Da das Material allein schon so viel heutzutage kostet wie der Neubau eines modernen Hauses, ist es fraglich, wie viele Familien sich das in Zukunft leisten können.

Ainokura  ist sehr beschaulich. Hier ist es ruhig und uns gefällt die Lage inmitten des vielen Grüns. Das Dorf ist klein und schnell erkundet.

In Shirakawago werden wir zunächst beköstigt. Die Lage des Restaurants am schönsten Aussichtspunkt könnte nicht besser sein. Es gibt traditionell japanische Speisen, darunter einen ganzen kleinen Fisch. Dass einen das Essen vom Teller aus ansieht, ist gewöhnungsbedürftig. Aber es schmeckt wieder einmal sehr gut.

Der Bus bietet verschiedene Stationen zum Aussteigen an. Wir entscheiden uns, vom Restaurant zum Zielpunkt direkt zu laufen. So sehen wir mehr. In Shirakawago ist einiges los, darunter viele chinesische Gruppen. Aber auch dieses Dorf hat seinen Reiz und wir genießen die Zeit. Im Bus haben wir eine Karte mit der sehenswerten Route bekommen. Aber verlaufen kann man sich hier auch nicht wirklich.

Der Bus wartet am Gassho Zukuri Folklore Park. Den schauen wir uns an. Hier wurden Häuser hin versetzt, die auf diesem Weg bewahrt wurden. Einige mussten zum Beispiel Stauseen weichen. Die Anlage ist hübsch und ruhig. Toll ist auch, dass man sich hier die Häuser von Innen ansehen kann. In den Häusern lebten Großfamilien. Im zweiten Stock wurden Seidenraupen gezüchtet und Schießpulver hergestellt. Interessante Mischung.

Nach der Rückfahrt drehen wir noch eine Runde durch Takayama. Bei Sonnenschein sieht alles natürlich noch viel besser aus. Abends lassen wir die Sau links liegen und essen die Spezialität der Region: Hida-Beef.

Macht in Summe heute 16.000 Schritte und ein Hoch auf den Busfahrer.

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