19—Valencia

Der Wecker klingelt in aller Frühe. Wir laufen in den Hafen von Valencia ein. Leider ist das ein riesiger Fracht- und Passagierhafen. Und wer zuletzt kommt, der liegt eben weit draußen im neuen Kreuzfahrtterminal.

Wir frühstücken bestens und sind damit gerüstet für den Marsch der Märsche. Fast 35 Minuten zu Fuß braucht man, um aus dem Hafen zu kommen. Dafür ist das Ganze auch nicht uninteressant. Denn nach den allgemeinen Hafenanlagen passiert man den Teil, der aufwendigst für den Americas Cup ausgebaut wurde. So früh am Morgen ist hier noch nix los, aber am Nachmittag dann schon.

Wir sind auf dem Weg in den modernen Teil von Valencia und Google gibt uns eine miese Route vor. Hier ist es echt nicht schön. Dafür kommen wir an einem alten Teil der Formel-1-Rennstrecke vorbei. Früher sind die einmal hier in der Stadt gefahren, als man sich das noch leisten konnte. Die moderne Stadt der Künste und der Wissenschaften liegt im trockengelegten Flussbett des Turias. Der Fluss wurde nach vielen schweren Überschwemmungen aus der Stadt verbannt. In seinem alten Flussbett liegt nun ein zentraler Park und die Stadt der Künste.

Ein Teil davon ist das Aquarium. Nach einer knappen Stunde sind wir dort angekommen. Es ist kurz vor 10 Uhr und wir warten auf Einlass. Das Aquarium ist überirdisch und vor allem unterirdisch gebaut. Alle großen Becken liegen unter der Erde. Es ist eine fantastische Welt. Jetzt sind wir so lange auf den Weltmeeren unterwegs gewesen, dass wir endlich Fischies sehen wollen! Mit 110.000 m² ist es das größte Aquarium Europas. Es gibt mehrere Tunnel unter den Becken, sodass man den Fischen hautnah ist. Toll ist auch der Querschnitt vom Mittelmeer in die Karibik, da wir diese Strecke gerade erst zurückgelegt haben.

Am frühen Nachmittag haben wir alle Aquarien gesehen und die Delphinshow genossen. Es zieht uns raus in die Stadt der Künste. Die Gebäude sind phänomenal. Was hier investiert wurde, ist gewaltig. Was uns gefällt ist, dass dieser Stadtteil nicht tot ist. Ganz im Gegenteil. Hier ist richtig was los. Die Einheimischen und Touristen genießen die tolle Umgebung.

Auf dem Rückweg nehmen wir nicht den kürzesten Weg, sondern drehen noch eine Runde. Hier ist es nicht ganz so gruselig. Pünktlich zum Kaffee sind wir auf dem Schiff. Wir wollen das Ablegen nicht verpassen. Irgendwie würden wir sicherlich nach Hause kommen, aber unser Gepäck nicht 😉

Nach einer Runde im Pool steht Geburtstag an. TUI Cruises feiert sich selber, da sie nun 10 Jahre schippern. Sie sind definitiv eine Bereicherung für den deutschen Markt. Wir haben uns sehr wohl gefühlt, aber wahrscheinlich würden wir lieber mit der amerikanischen Schwester fahren, wenn sich irgendwann mal wieder die Gelegenheit ergibt. Das hat uns letztes Jahr ein kleines Bisschen noch besser gefallen.

Um 18:00 Uhr werden die Leinen gelöst. Auf nach Mallorca. Auf zum Flieger. Um 4:00 Uhr legt das Schiff an … Wir lassen den Abend im Gosch ausklingen. Nachdem wir heute Königskrabben im Aquarium gesehen haben, sollten die es noch einmal sein. Belohnt werden wir mit einem tollen Essen, wunderbaren Ausblick und mit einer Überraschung: Delphine begleiten unser Auslaufen. Sie reiten auf unseren Wellen. Am Ende tauchen sogar noch Wale auf! Einzigartig!

Ein Gedanke zu “19—Valencia

  1. Valencia ist wirklich interessant! Und van Malle geht euer Flieger? Na dann ist es ja nicht mehr lange und ihr seid wieder daheeme!

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