06—Barbados

Wie im Flug verging die Nacht. Ich wache zwar immer noch früh auf, aber dafür waren die Lichter gestern auch kurz nach 20 Uhr aus. Im Morgengrauen taucht Barbados vor uns auf. Die Insel ist ganz anders als Dominica gestern, längst nicht so bergig. Frühstück um 6:30 Uhr – das im Urlaub. Es ist schon recht viel los. Heute steigt das halbe Schiff aus. Viele sind daher schon etwas angespannt und nörgeln herum.

Unsere Sorge soll das nicht sein. Wir genießen unser Frühstück auf dem Außendeck. Ein Regenschauer zieht heran und sorgt für die gebührende Luftfeuchtigkeit und einen Regenbogen. Am Horizont taucht die Costa Magica auf. Sie bringt italienische, französische und deutsche Touristen. Die Massen verteilen sich gut. Viel bekommen wir nicht mit.

Vom Hafen bis in die Stadt sind es vielleicht 10 Minuten zu Fuß. Alles gut zu laufen. Trotzdem sind die Taxifahrer sehr geschäftstüchtig und versuchen, uns unentwegt einzuladen. Kurz schauen wir uns Bridgetown an, das recht hübsch ist. Doch es zieht uns an den Strand. Das Wasser sieht einfach zu traumhaft aus. Das Paradies ist mitten in Bridgetown: Carlisle Bay.

Mit ein paar Costas genießen wir zunächst den Morgen am Strand. Ein erstes Mal schwimmen wir im glasklaren Wasser der Bucht. Am Mittag suchen wir dann einen Tauchshop auf, wo wir eine Tour reserviert haben. Mal wieder ist der Bootsfahrer zu spät, aber das soll uns nicht weiter stören. Wir werden mit unserem Kapitän und Guide – eins zu eins Betreuung – traumhafte zwei Stunden im Wasser haben. Zunächst sehen wir drei Wracks, die nun künstliche Riffe sind. Unfassbar, was aus so einem Haufen Altmetall werden kann. Fische aller Farben tummeln sich nun hier.

Danach sollen wir Schildkröten füttern. Aber wo sollen hier welche sein? Ein Stück Fisch und mit einem Mal waren sie da. Kleine und große, grüne und Hawksbill. Lange genießen wir diesen Moment. Ein großer Kugelfisch ist unser heimlicher Star. Am Ende setzen uns unsere beiden Guides direkt am Strand ab. Das hat sich mehr als gelohnt.

Der Strand ist paradiesisch. Weißer Sand und glasklares Wasser. An unserem Abschnitt sind viele Einheimische. Es gibt auch schattige Plätze, einer davon lädt uns jetzt zum Entspannen ein. Noch eine Runde Wasser – eine Stunde schwimme ich und vergesse die Zeit. Es war toll. Direkt am Strand war ein großer Schwarm Fische, dem man prima folgen konnte.

Auf dem Weg zurück erkunden wir noch ein wenig Bridgetown. Hier kann man gut schlendern. Am Abend essen wir im großen Restaurant an Bord. Das Auslaufen erleben wir nicht mehr. Da sind wir schon im Tiefschlaf.

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