Bergen

Also im Hafen von Bergen schläft es sich total prima. Es ist ruhig. Versorgung gibt es keine, aber dafür ist man absolut zentral. Vom Hafen aus ist alles fußläufig erreichbar. Viele beschweren sich über die Strafzettel. Aber Freunde, wenn man vier Parkplätze gleichzeitig blockiert und nur einen bezahlt, ist das vielleicht auch kein Wunder, dass dann der Parkplatzwächter nicht so glücklich ist. 

Das Stadtbild von Bergen ist geprägt durch einen Mix aus Bauten aus allen Epochen. An vielen Orten findet man noch die ganz typischen norwegischen Holzhäuser. Bei einigen ist der Schornstein fast größer als das Haus selbst. Das heißt dann wohl Campervan for life. 

Das bekannteste Viertel ist natürlich das Hafenviertel Bryggen mit seinen Handelskontoren aus der Zeit der Hanse. Das Ensemble ist schon mehrfach abgebrannt, wurde aber immer wieder aufgebaut. Heute ist es ein Touri-Magnet. Früh am Morgen geht es noch. Zwei kleinere Viking Schiffe liegen schon im Hafen. Die Tuiristen der Mein Schiff 7 sind gerade noch nicht da. Wir nutzen die Chance und sehen uns um. Ist schon sehr interessant. 


Von Bryggen aus laufen wir weiter zur Talstation der Fløibane, der zweiten Hauptattraktion. Die Standseilbahn fährt hinauf zum Fløyen, direkt oberhalb des Stadtzentrums. Mit dem Hund laufen wir besser. Es ist eine schöne Strecke zunächst noch durch etwas Stadt und dann durchs Grün. Es ist viel los. Die Einheimischen nutzen den Fløyen als Stadtpark. Oben angekommen treffen sich alle und genießen die Aussicht. Jemand hat doch tatsächlich den Campinggrill mitgebracht und grillt da Würstchen. Ich will auch! Zu dumm, wir haben weder Grill noch Würstchen. Rund um die Bergstation ballt es sich. Ein paar Meter weiter ist kaum noch etwas los. Hier kann man ganz in Ruhe sitzen und den Blick schweifen lassen. Wir essen Möhrchen … So viel dazu. 

Nach unten laufen wir mehr durch die Stadt. Das lohnt sich durchaus zum Häusergucken. Gerade weiter oben stehen tolle Anwesen, weiter unten wieder eher kleine ursprüngliche Holzhäuser. Es ist ein schöner Mix. Unten gibt es einen Kaffee und die erste Zimtschnecke des Urlaubs. Die Versorgung steigert sich! Die Tuiristen sprinten schon wieder zum Schiff. Das war nur ein Kurzbesuch für sie. Wir bleiben noch eine Nacht. Uns gefällt es hier gut. Der Camper schafft auch mal zwei Tage ohne Stromanschluss. Wasser hatten wir noch aufgefüllt. Man glaubt es kaum, diesmal lief es zügig rein in den Tank. Es ist und bleibt uns ein Rätsel.