Skagen

Am Morgen werden wir von herrlichem Sonnenschein geweckt. Der Hund jagt mit großer Begeisterung Möwen am Strand. Sonst ist es noch total ruhig und friedlich. Oberhalb liegt der Camping Platz, darüber thront der große Leuchtturm. Auf dem Rückweg gesellt sich eine Artgenossin zu Paula. Die beiden sind aus einem Holz geschnitzt – Modell rüpelhafte Toberin – und haben großen Spaß. 

Nach dem Frühstück packen wir unsere sieben Sachen und fahren nach Skagen im allerletzten Zipfel Norddänemarks. Nordöstlich der Stadt liegt Grenen, der nördlichste Punkt Jütlands. Hier treffen das Skagerrak und das Kattegat aufeinander, westlich ist die Nordsee und östlich geht’s in die Ostsee. Auf der Sandbank steht man also mit einem Bein in der Nord-, mit dem anderen in der Ostsee. Heute ist die Ostsee eher ein See, die Nordsee allerdings auch nur unwesentlich rauer. Auf dem Weg dahin liegt ein Baby-Seehund am Strand. Naturschützer stellen direkt ein Hinweisschild auf. Kurze Zeit später streicheln doch nicht etwa welche das Tier und filmen sich dabei … 


Richtig gut ist die Infrastruktur hier. Der Parkplatz ist groß genug. Theoretisch könnte man hier auch über Nacht stehen. Barzahlung ist am Automaten gar nicht mehr vorgesehen. Es gibt Toiletten und einen kleinen Shop mit Imbiss. Wer will, wird sogar mit einem Trecker, dem Sandormen, bis zum nördlichsten Punkt gefahren. 

Durch den Ort Skagen, der auch sehr hübsch aussieht, fahren wir zur versandeten Kirche St. Laurentius. Eine Wanderdüne machte die Kirche im 18. Jahrhundert unbenutzbar. Der Eingang musste immer wieder ausgebuddelt werden. 1810 wurde das Kirchenschiff abgerissen. Der Turm blieb als Seezeichen erhalten und so steht er immer noch malerisch zwischen den Dünen, heute als Touri-Attraktion. 

Etwas weiter südlich liegt die Råbjerg Mile, eine mächtige Wanderdüne. Sie ist unter Naturschutz gestellt und bewegt sich 15 Meter pro Jahr von der Nordsee Richtung Ostsee, wo sie irgendwann in vielen Jahren versinken wird. Bis dahin hat man einen tollen Ausblick aus 40 Metern Höhe auf beide Meere. Wo gibt’s schon so was!


Den Nachmittag lassen wir an der Ostsee ausklingen. Mit etwas Mut lässt es sich auch Baden. Große Quallen treiben durch das klare Wasser. Sie sind gut sichtbar, sodass man ihnen ausweichen kann. Nach dem Abendessen fahren wir zur Fähre, die uns in reichlich drei Stunden nach Kristiansand bringt. Schnell noch zu einem Parkplatz fahren und dann Augen zu.