Lindesnes Fyr

Da die Nacht nach unserer späten Ankunft ohnehin recht kurz werden würde, parkieren wir etwas außerhalb von Kristiansand auf einem unspektakulären Parkplatz. Dieser ist gratis und als wir ankommen, stehen bereits einige andere hier. Platz ist aber ausreichend vorhanden. Zum Glück, denn wir sind hundemüde. 

Am Morgen lassen wir uns entlang der Küste treiben. Die Gegend ist bilderbuchhaft und eine schöne Einstimmung auf hoffentlich das, was noch kommt. Erster Halt ist kurz vor Langenes an einer tollen Badebucht. Das Wetter ist gut, also was soll der Geiz, ab ins Wasser. Hui. Erfrischend. 


Weiter gehts entlang der Schärenküste durch kleine Ortschaften, vorbei an Buchten voller Boote, gesäumt von bunten Häusern und Bootsgaragen. In Mandal parken wir in der Nähe des Strandes Sjøsanden und erkunden den Ort. Von der Uranienborg hat man einen schönen Blick auf die Stadt und das Umland. 

Wir bleiben an der Küste und erreichen schließlich den Lindesnes Leuchtturm am südlichsten Punkt Norwegens. Gegen eine Gebühr, die zugleich der Eintritt für den Leuchtturm ist, darf über Nacht gestanden werden. Wir nutzen das und lassen den Nachmittag entspannt mit einem Kompostkuchen und zwei Kaffee ausklingen. 

Im Museum lernen wir, im 18. Jahrhundert hatten die Leuchtfeuer einen jährlichen Kohleverbrauch von 250 Tonnen. Die Kohle musste herangeschleppt werden. Die Männer erhielten dafür drei Mal am Tag Schnaps, damit sie diesen Knochenjob machen – eine überaus pragmatische Lösung. 


Am Abend erkunden wir noch etwas die Gegend. Zwei kleine Wanderwege starten am Parkplatz: Nesvarden und Pax Stien. Der erste führt bis zum letzten südlichsten Zipfel, der zweite in einer Runde etwas weiter östlich. Beide sind genial, das Licht ist toll und zum Abschluss laufen wir direkt in die tiefrote Sonne, die zwischen den Felsen im Meer versinkt.